Kapitel 5 - Das Flüstern hinter den Bäumen
Der Tag wurde heller,
und Smirkfoot wanderte mit seinen Freunden
durch Farnmeere, die im Wind wogten
wie grüne Wellen.
Der Hase hoppelte voraus,
das Rotkehlchen sang,
und der Igel trottete zufrieden hinterher.
Smirkfoot fühlte sich leicht,
als würde der Wald ihn tragen.
Doch manchmal,
wenn der Wind die Blätter drehte,
hörte er etwas.
Kein Geräusch.
Eher ein Gefühl.
Ein leises Ziehen,
wie ein Blick, der nicht böse war,
aber suchend.
Smirkfoot blieb stehen.
Der Hase drehte sich um,
das Rotkehlchen flatterte kurz auf,
der Igel schnupperte in die Luft.
Nichts.
Nur Wald.
Nur Licht.
Nur Moos.
Smirkfoot legte eine Hand auf seine Brust.
Das Pulsieren war ruhig,
aber ein Hauch von Kälte
strich über seine Finger.
„Weiter“, sagte er leise.
Und sie gingen weiter.
Hinter den Bäumen
bewegte sich ein Schatten.
Langsam.
Zögerlich.
Neugierig.
Er kannte Smirkfoot nicht.
Er wusste nicht, warum er ihm folgte.
Nur eines spürte er:
Etwas an diesem Mooswesen
war ihm vertraut.
Wie ein Lied,
das er einst gekannt hatte
und nun wieder hörte -
ganz leise,
ganz fern.
Smirkfoot aber ging weiter,
ohne zu wissen,
dass der Wald nicht nur ihn beobachtete,
sondern auch etwas,
das noch keinen Namen trug.
