Kapitel 4: Der Kreis aus Licht

 Chapter 4: The Circle of Light

 

 

 Kapitel 4: Der Kreis aus Licht

 

Embla saß noch immer auf der Astgabel der alten Ulme, als sie sich plötzlich einem zarten Kreis aus Licht gegenübersah – ein mystisches Blau und ein sanftes Gelb, die aus der Spirale strömten, als hätte ein Windhauch sie zum Kreisen gebracht, und das Licht bewegte sich nicht wie etwas Äußeres, sondern wie ein Gedanke, der sich in Farben ausdrückte.

Es war ein unglaubliches Ereignis, das sie so noch nie erlebt hatte – wie ein Blick in eine ferne Welt, die gleichzeitig vertraut war, und doch war sie sich vollkommen bewusst, dass sie noch immer auf dem Ast saß, zwischen der rauen Rinde und dem offenen Himmel, gehalten von der Stille des Baumes.

Vor ihr schwebte der Stein, obwohl sie ihn in der Hand hielt, und die Spirale leuchtete, als würde sie sprechen – nicht mit Worten, sondern mit Farbe und Bewegung, mit einem Rhythmus, der sich direkt in ihr Herz legte.

Dann, von einer Sekunde auf die andere, erlosch das Licht, und der glatte, flache Stein lag wieder ruhig in ihrer Hand, als wäre nichts geschehen, als hätte die Welt sich für einen Moment geöffnet und dann wieder geschlossen.

Ihr Herz klopfte unruhig, nicht aus Angst, sondern aus dem Gefühl, dass etwas Bedeutendes geschehen war – etwas, das sich nicht greifen ließ.

Die Magie war verschwunden – so plötzlich, als hätte sie nie existiert, und doch war da ein Nachklang, ein inneres Echo, das blieb.

Embla schüttelte sich leicht, als wolle sie die Stille abschütteln, die sich um sie gelegt hatte, und sie flüsterte, kaum hörbar: „Träume ich?“ „War das echt?“ – ohne eine Antwort zu erwarten, denn sie wusste, dass manche Fragen nicht gestellt werden, um beantwortet zu werden, sondern um gehört zu werden.

 

 Chapter 4: The Circle of Light

 

Embla was still sitting in the fork of the old elm when she suddenly found herself facing a delicate circle of light – a mystical blue and a gentle yellow, flowing from the spiral as if a breath of wind had set it spinning, and the light moved not like something external, but like a thought expressed in color.

It was an incredible event, unlike anything she had ever experienced – like a glimpse into a distant world that somehow felt familiar, and yet she was fully aware that she was still perched on the branch, between rough bark and open sky, held by the silence of the tree.

In front of her, the stone hovered, even though she held it in her hand, and the spiral glowed as if it were speaking – not with words, but with color and motion, with a rhythm that settled directly into her heart.

Then, in a single moment, the light vanished, and the smooth, flat stone lay quietly in her palm again, as if nothing had happened, as if the world had opened for a moment and then closed again.

Her heart beat restlessly, not from fear, but from the sense that something meaningful had occurred – something she could not quite grasp.

The magic was gone – so suddenly, it was as if it had never existed, and yet there was a resonance, an inner echo, that remained.

Embla gave a small shake, as if to loosen the silence that had settled around her, and she whispered, barely audible: “Am I dreaming?” “Was that real?”Not expecting an answer, for she knew that some questions are not asked to be answered, but simply to be heard.

 

 

 

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