Kapitel 4 - Die Freunde des Waldes
Der Hase führte Smirkfoot tiefer in den Wald,
durch Farnbögen, die sich wie grüne Tore öffneten,
und über Wurzeln, die sich warm unter seinen Füßen anfühlten.
Bald hörte er ein Rascheln.
Ein kleines, rundes Wesen mit Stacheln
rollte sich aus einem Laubhaufen —
ein Igel, der neugierig schnupperte
und dann freundlich brummte.
Smirkfoot kniete sich hin.
Der Igel stupste seine Hand an,
als hätte er ihn schon lange erwartet.
Ein Vogel flatterte herab,
ein Rotkehlchen mit leuchtender Brust,
das sich ohne Scheu auf Smirkfoots Schulter setzte.
Sein Gewicht war kaum spürbar,
doch seine Wärme war echt.
Smirkfoot lächelte.
Er kannte diese Tiere nicht,
doch sie kannten ihn.
Der Wald schien ihn vorzustellen,
als wäre er ein verlorener Teil,
der endlich zurückgekehrt war.
Gemeinsam gingen sie weiter.
Der Hase voraus,
der Igel dicht bei seinen Füßen,
das Rotkehlchen auf seiner Schulter.
Smirkfoot fühlte sich zum ersten Mal
nicht mehr wie ein Wesen ohne Vergangenheit,
sondern wie jemand,
der einen Platz hatte.
Doch zwischen den Bäumen
lag ein Schatten,
der sich nicht bewegte
und doch da war.
Smirkfoot spürte ihn,
wie man eine Erinnerung spürt,
die man nicht greifen kann.
Der Wald rauschte,
als wolle er etwas sagen,
doch die Worte waren noch zu fern.
Smirkfoot legte eine Hand auf sein Herz.
Das Pulsieren war stärker geworden.
„Ich bin nicht allein“, flüsterte er.
Und der Wald antwortete mit einem sanften Zittern,
als würde er nicken.
