Kapitel 2 - Smirkfoot

Das Moos bebt ein zweites Mal,
tiefer, entschlossener,
als hätte der Wald selbst beschlossen,
dass der Moment gekommen ist.

Das Licht sammelt sich im Herzen des Hügels,
zieht sich zusammen wie ein Atemzug,
der Kraft holt,
und bricht dann auf —
sanft, doch unaufhaltsam.

Aus dem goldenen Kern
formt sich eine Rundung,
weich, lebendig,
in der Farbe junger Blätter nach Regen.

Zwei Augen öffnen sich.
Grün.
Klar.
Staunend.

Das Wesen hebt sich aus dem Moos,
als würde die Erde es selbst emporheben.
Seine Haut schimmert wie feuchtes Laub,
seine Bewegungen sind vorsichtig,
doch voller Neugier.

Smirkfoot.

Er kennt seinen Namen nicht,
doch der Wald kennt ihn.
Und das genügt.

Zum ersten Mal steht er,
unsicher,
aber getragen von etwas,
das größer ist als er selbst.

Eine Aufgabe ruht in ihm,
tief, verborgen,
wie ein Samen,
der noch nicht weiß,
welche Pflanze er werden wird.

Smirkfoot blickt in den Wald.
Er weiß nicht weshalb.
Er weiß nicht wofür.
Aber er weiß:
Er ist nicht ohne Grund erwacht.

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